März: Weide
Der botanische Name der Weide ist Salix.
Die Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicacae).
Die Familie der Weidengewächse umfasst Arten von ganz unterschiedlichen Wuchsformen. Das beginnt mit der Kraut Weide (Salix herbacea) deren Stamm sich unterirdisch verzweigt und jedes Jahr nur Triebe von wenigen Zentimetern treibt, die jeweils nur 2 Blättchen tragen – und geht hin bis zum Großbaum wie der Weis- oder Silberweide, die je nach Standort über 20 Meter groß werden kann.
Zu den Weiden zählen etwa 300 Arten, die überwiegend in den kühleren und gemäßigten Zonen vorkommen.
Weitere Gattungen der Weidenfamilie sind die Pappeln (Populus) und die koreanische Cosenia, ein Mittelding zwischen Weide und Pappel.
Die Weiden haben bei uns eine große Bedeutung als Insektenfutterpflanze, da sie Vorfrühlingsblüher sind. Ebenso wird die Weide immer noch als "Nutzpflanze" kultiviert. Der Einsatz der robusten und wiederstandsfähigen Weide liegt besonders im Bereich ingenieurbiologischen Bauprojekte, Wasserbau, Uferschutz und Sicherung von Erosionsgefährdeten Hängen sowie im Bereich von Küstendünen.
Schon seit länger Zeit hat die Weide als Nutzpflanze Tradition.
So wurde die Weide vielfältig im Haushalt eingesetzt.
Die Weiden wurden beim Hausbau (Füllen der Fächer zwischen den Holzbalken bei Fachwerkhäusern, befestigen der Strohbündel bei Strohdächern, genauso verwendet wie im Weinbau. Die Winzer banden an den Ruten die Reben an und benutzten sie anstelle von Draht
Sogar zum Binden der Schuhe wurde die Weide bei der armen Bevölkerung genutzt.
Auch in der Korbflechterei fanden Weiden Einsatz, genau so wie zum zusammenhalten der Fässer, als Metalle noch kostbar waren. Die Verwendung zeigt fast unendliche Vielfalt.
So war nicht nur das Zepter der Hexenkönigin aus einem Weidenzweig, sondern auch der Hexenbesen erhielt seine wahre stärke durch das Binden der Birkenreiser mit Weidenruten.
Am Palmsonntag findet die Weide Verwendung beim binden der Palmbuschen. Diese werden zur Erinnerung an Jesus Einzug in Jerusalem gebunden. Die Menschen, die bei seinem Einzug die Straßen von Jerusalem säumen, wedelten mit Palm- und Olivenzweigen.