August: Thymian
Der Thymian (Thymus) gehört zur Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae).
Mit unzähligen Arten und Sorten ist der Thymian besonders in sonnigen, trocken sandigen Lagen anzutreffen.
Der Thymian zählt zu den Stauden. Das heißt, er ist winterhart und mehrjährig. Viele Arten sind immergrün und verholzen. Rückschnitt wird gut vertragen. Es gibt ganz flach aufliegende Arten wie z.B.: Feldthymian oder Roter Teppichthymian (Thymus serpyllum Coccineus).
Dieser wird hauptsächlich zur Zierde in Steingärten verwendet oder auch höher werdenede Arten wie den Gartenthymian (Thymus vulgaris) der bis zu 50 cm hoch werden kann.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind ätherische Öle (wie Thymol, Carcacrol, Cymen, Camphen,Lineol), Gerbstoffe, Flavanoide, Triterpene, Harz, Saponin
Ganz früh schon wurde der Thymian als Heilpflanze endeckt. Er wirkt schleimlösend bei Husten und Bronchitis, ist antibakteriell und hilft als Gurgelwasser gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum (auch in Zahnpasta enthalten). Thymian ist in zahlreichen Fertigarzneien und natürlich in Badezusätzen enthalten.
Bereits bei den alten Ägyptern wurde sein Öl zur Herstellung von Parfüms verwendet. Ebenso zur Einbalsamierung. Spätestens die alten Griechen entdeckten ihn als Gewürz.
Der Römer Plinius hat Thymian als Mittel gegen Skorpione und Schlangen empfohlen. Hildegard von Bingen hat ein Rezept für "mangelndes, schwaches Gehirn" und zwar Brötchen aus Qendel (wilder Thymian) und Weizenmehl aber sie empfahl ihn auch bei Atemnot, Asthma und Keuchhusten.
Aber auch zur Abwehr von bösen Geistern wurde er schon sehr früh verwendet. Die Angst vor bösen Geistern und dem Teufel verfolgte besonders die jungen Mädchen, ging es doch um ihre Tugend und Ehre. Eine Sage aus Salzburg erzählt von einem Bauernjungen, der einem Mädchen weismachte, er sei ein reicher Mann. So erwarb er ihre Gunst und sie gestattete ihm, nachts zum Kammerfenster zu kommen. Das Mädchen hatte aber Quendel auf die Fensterbank gelegt. Als der Junge nun durch das Fenster steigen wollte, schrie er plötzlich aufund ergriff die Flucht - Das Teufelsabwehrkraut, der wilde Thymian, hatte ihn entlarvt und das Mädchen gerettet
Rezept:
Lammrücken nach Hausfrauenart
- 1 kg Lammrücken
- 100 g durchwachsener Speck
- 2 goße Möhren
- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 4 EL Olivenöl, 1 Teelöffel Salz, 1 Messerspitze schwarzen Pfeffer
- 1 Teelöffel getrockneter Thymian, 1 Teelöffel getrockneter Salbei
- 1 Lorbeerblatt
- 2 Tassen Weißwein, 8 Tomaten
Vom Lammrücken schon beim Einkaufen die Rippen kurz absägen lassen. Das Fleisch waschen und abtrocknen. Den Speck würfeln. Die Möhren schaben, waschen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und vierteln. Das Öl in einem Topf erhitzen. Die Speckwürfel darin ausbraten. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer einreiben und von allen Seiten im Speckfett braun anbraten. Die Möhrenscheiben, die Zwiebelringe, den Knoblauch, den Thymian, den Salbei, das Lorbeerblatt und den Wein zu Fleisch geben. Alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 60 Minuten schmoren lassen. Die Tomaten häuten, hablbieren, entkernen und das Tomatenfleisch klein schneiden. Nach 60 Minuten Garzeit die Tomaten zum Fleisch geben und 20 Minuten mitschmoren lassen